Ergebnis und weitere Behandlung
Die Ergebnisse der Herzkatheteruntersuchung werden ausführlich mit Ihnen besprochen. Abhängig vom Befund kommen unterschiedliche Behandlungsstrategien infrage:
- medikamentöse Behandlung
- Ballondilatation oder Stentimplantation
- operative Behandlung, beispielsweise eine Bypass- oder Herzklappenoperation
- regelmäßige kardiologische Verlaufskontrollen
Die weitere Behandlung wird individuell geplant und richtet sich nach dem Untersuchungsbefund, Ihren Beschwerden, Ihren Begleiterkrankungen und Ihrem persönlichen Risikoprofil.
Vorbereitung auf die Untersuchung
Vor dem Eingriff erhalten Sie von uns individuelle Hinweise zur Vorbereitung. Bitte informieren Sie uns insbesondere über folgende Punkte:
- bestehende Allergien oder frühere Reaktionen auf Kontrastmittel
- bekannte Nierenerkrankungen
- Schilddrüsenerkrankungen
- Diabetes mellitus
- Blutungsneigung oder Gerinnungsstörungen
- eine mögliche Schwangerschaft
- alle regelmäßig eingenommenen Medikamente
- gerinnungshemmende Medikamente
Bitte setzen Sie Medikamente nicht selbstständig ab. Ob einzelne Medikamente vor der Untersuchung pausiert oder verändert werden müssen, wird individuell mit Ihnen besprochen.
Bitte bringen Sie Ihren aktuellen Medikamentenplan, vorhandene Arztbriefe und relevante Untersuchungsergebnisse zum Termin mit. Ob Sie nüchtern erscheinen müssen, teilen wir Ihnen vor der Untersuchung mit.
Nachbeobachtung
Nach der Untersuchung wird die Punktionsstelle mit einem Druckverband oder einem speziellen Verschlusssystem versorgt. Anschließend werden Sie für einen individuell festgelegten Zeitraum überwacht.
Dabei kontrollieren wir unter anderem Ihren Kreislauf, das EKG und die Punktionsstelle. Abhängig vom Eingriff und vom Zugangsweg kann eine mehrstündige Nachbeobachtung erforderlich sein. In bestimmten Fällen ist eine Überwachung über Nacht notwendig.
Nach einer ambulanten Untersuchung sollten Sie sich abholen lassen. Bitte beachten Sie die individuellen Hinweise zur körperlichen Schonung, zur Belastung des punktierten Arms oder Beins und zur Teilnahme am Straßenverkehr.
Medikamente nach einer Stentimplantation
Nach einer Stentimplantation ist in der Regel eine Behandlung mit mehreren gerinnungshemmenden Medikamenten erforderlich. Meist handelt es sich um eine Kombination verschiedener Plättchenhemmer.
Die Auswahl und Behandlungsdauer werden individuell festgelegt. Maßgeblich sind unter anderem der Grund für den Eingriff, die Art der Gefäßerkrankung, das verwendete Verfahren und das persönliche Blutungsrisiko.
Diese Medikamente dürfen nach einer Stentimplantation nicht eigenständig abgesetzt oder pausiert werden. Auch vor Operationen, zahnärztlichen Eingriffen oder anderen Behandlungen muss eine mögliche Unterbrechung vorher ärztlich abgestimmt werden.
Sicherheit und mögliche Risiken
Herzkatheteruntersuchungen und PCI-Verfahren gehören zu den etablierten kardiologischen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Dennoch können wie bei jedem invasiven Eingriff Komplikationen auftreten.
Mögliche Risiken sind unter anderem Blutergüsse oder Nachblutungen an der Punktionsstelle, Gefäßverletzungen, Herzrhythmusstörungen, Unverträglichkeitsreaktionen auf das Kontrastmittel und eine vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion. Schwerwiegende Komplikationen sind selten, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Das individuelle Risiko hängt von der Art des Eingriffs, dem Gefäßbefund und den bestehenden Begleiterkrankungen ab. Alle persönlichen Risiken werden vor der Untersuchung ausführlich mit Ihnen besprochen.
Sie haben Fragen zu einem Herzkathetereingriff?
Gerne informieren wir Sie persönlich über die Untersuchung, die notwendige Vorbereitung und die anschließende Nachsorge. Vereinbaren Sie hierfür einen Termin in unserer Praxis oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Hinweis bei akuten Beschwerden
Bei neu aufgetretenen starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot, kaltem Schweiß oder anderen Anzeichen eines möglichen Herzinfarkts wählen Sie sofort den Notruf 112.